(v.l.n.r.) Geschäftsführerin Personal bei der DB Fahrzeuginstandhaltung Ramona Grün, BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande, Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, DB-Personalvorstand Martin Seiler

Deutsche Bahn und BTU Cottbus-Senftenberg stärken Lausitzer Bahn- und Bildungsstandort

 

Die Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gewinnt in der Lausitz an Stärke, da die Deutsche Bahn (DB) und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) einen umfassenden Rahmenkooperationsvertrag unterzeichnet haben. Ziel dieser intensiven Zusammenarbeit ist es, den Standort Cottbus sowohl als bedeutenden Bahnknotenpunkt als auch als Bildungszentrum zu stärken. Insbesondere die Vernetzung in den Bereichen Studium, Lehre, Forschung sowie Beschäftigungsperspektiven und Berufsvorbereitung steht im Fokus dieser Kooperation.

Die BTU strebt durch diese verstärkte Zusammenarbeit an, mehr Studierende zu gewinnen. Insbesondere für die MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Technik) soll so geworben werden. Die Deutsche Bahn ihrerseits wird den Studierenden Möglichkeiten in der Eisenbahnbranche sowie im neuen ICE-Werk in Cottbus aufzeigen. Zudem will sie Einstiegsmöglichkeiten anbieten, um eine starke Schiene in Deutschland zu gewährleisten. Diese Angebote richten sich nicht nur an Studierende und Absolventen, sondern auch an Studienaussteiger.

Der Kooperationsvertrag unterstreicht das Engagement beider Partner für den Strukturwandel in der Region Lausitz. Unterzeichnet wurde er von BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande, DB-Personalvorstand Martin Seiler und Ramona Grün, Geschäftsführerin Personal bei der DB Fahrzeuginstandhaltung. Außerdem anwesend war Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke.  Die Kooperation soll die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben und berufliche sowie wissenschaftliche Perspektiven schaffen.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit für die Zukunft der Region, die sich bereits als Zukunftsregion für nachhaltiges und klimagerechtes Wirtschaften positioniert. Er hebt hervor, dass diese Partnerschaft neue berufliche und wissenschaftliche Möglichkeiten eröffnen wird und die Region als Innovationsstandort stärken wird.

Zusammenarbeit entlang des Student Life Cycle

Die Zusammenarbeit zwischen DB und BTU wird entlang des Student Life Cycle gestaltet. Dies beinhaltet nicht nur Forschungs- und Transferaktivitäten. Weitere konkrete Maßnahmen beispielsweise ist der Ausbau des dualen Studiums, Praktika, Integration internationaler Studierender sowie fachspezifische Exkursionen und Lehrveranstaltungen.

DB-Personalvorstand Martin Seiler betont die Rolle dieser Kooperation für den Arbeitsmarkt vor Ort. Außerdem hebt er die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im neuen ICE-Werk in Cottbus hervor. Die Zusammenarbeit zwischen DB und BTU werde die Region noch attraktiver machen. Es eröffnen sich so neue Möglichkeiten für die Menschen in der Region.

Die geplante verstärkte Integration von Studierenden in die Berufswelt der Bahnbranche durch Exkursionen, Praktika und Gastvorträge sowie die Unterstützung von Studienaussteigern durch alternative Qualifizierungswege unterstreicht das Engagement beider Partner für die regionale Entwicklung und die Förderung von Fachkräften.

Um den Praxisbezug im Studium weiter zu stärken, plant die DB, verstärkt Studien- und Promotionsarbeiten an geeignete Kandidat*innen der BTU zu vergeben und DB-Mitarbeitende nach Möglichkeit Lehrtätigkeiten an der BTU zu übernehmen. Dies soll die Vernetzung am Bahn- und Bildungsstandort Cottbus weiter fördern.

PM / red – 06. Januar 2024