ASAHI-Frauen holen ersten Landesmeistertitel – Männerreserve knapp dahinter
Die Frauen des KSC ASAHI Spremberg haben erstmals den Landesmeistertitel gewonnen. Nach Angaben des Vereins blieben sie in der Landesliga ohne Niederlage. Auch die zweite Männermannschaft erreichte einen Spitzenplatz: Sie wurde Vizemeister und musste sich in der Endabrechnung nur äußerst knapp geschlagen geben. Beide Ergebnisse stehen für die sportliche Entwicklung nach einer Neuaufstellung im Verein.
Die Frauenmannschaft hatte sich Ende 2025 aus der Bundesliga zurückgezogen. Der nun erreichte Landesmeistertitel gehört damit in einen veränderten sportlichen Rahmen. Statt die frühere Ligazugehörigkeit fortzuschreiben, trat das Team in der Landesliga an und setzte sich dort gegen die Konkurrenz durch.
Unter der Führung von Mannschaftskapitänin Luisa Engelkind gewann die Mannschaft laut Vereinsbericht sämtliche Begegnungen. Der Titel ist deshalb das Ergebnis einer über die Saison hinweg erfolgreichen Mannschaftsleistung. Einzelne starke Kämpfe allein hätten für eine solche Bilanz nicht ausgereicht.
Neun Judoka gehören zum Meisterteam
Der Verein nennt Lydia Böhm, Zoe Meyer, Sophie Jäger, Luisa Engelkind, Sophie von Zelewski, Josephine Richter, Lucie Fiedler, Alina Völke und Jasmin Neuhold als Mitglieder der erfolgreichen Mannschaft. Die Aufzählung macht sichtbar, dass hinter dem gemeinsamen Titel mehrere Athletinnen stehen.
Für ASAHI ist es nach eigener Darstellung der erste Landesmeistertitel der Frauen. Eine weitergehende Bewertung als jüngstes oder bestes Team über alle Wettbewerbe hinweg lässt sich daraus nicht ableiten. Belegt ist der erste Titel in diesem Wettbewerb und die verlustpunktfreie Bilanz der Begegnungen.
Die zweite Männermannschaft verlor nach Angaben des Vereins lediglich eine von zehn Begegnungen. In der Schlussabrechnung entschieden die gewonnenen Einzelkämpfe: Das Team von RSV Eintracht/PSV Frankfurt kam auf 42 Erfolge, ASAHI auf 41. Damit blieb für die Spremberger der zweite Platz.
Wie eng die Saison verlief, zeigen die direkten Ergebnisse. ASAHI gewann gegen Lauchhammer mit 5:0 und gegen den späteren Meister mit 4:1. Siege gegen Cottbus und Falkensee fielen ebenfalls mit 4:1 aus. In einer solchen Endabrechnung kann ein einzelner zusätzlicher Erfolg den Unterschied zwischen zwei Tabellenplätzen ausmachen.
Viele Einsätze als bewusster Teil der Saison
Der Verein setzte bei den Männern insgesamt 16 Judoka ein. Laut Bericht war es ein Ziel, den Aktiven Einsätze zu ermöglichen. Trainer Dirk Meyer und Mannschaftssprecher Florian Kadach blicken damit auf eine Saison zurück, in der sportlicher Erfolg und die Beteiligung eines breiteren Kaders zusammenkamen.
Der Vizemeistertitel ist vor diesem Hintergrund mehr als eine knapp verpasste Meisterschaft. Er zeigt, dass eine größere Gruppe über die Saison hinweg zum Mannschaftsergebnis beitragen konnte. Zusammen mit dem ersten Frauentitel ergibt sich für den Spremberger Verein eine starke Bilanz auf Landesebene.
Die Ergebnisse beruhen auf dem Vereinsbericht zum Saisonabschluss. Für die Region sind sie zugleich ein Beispiel dafür, wie Mannschaftssport nach einer organisatorischen Veränderung weiterentwickelt werden kann: mit einem neuen Wettbewerbsrahmen, einem gemeinsamen Kader und Erfolgen, die im Team entstehen.
Red/PM
Bild: KSC ASAHI Spremberg

