Verdi erhöht im Tarifstreit im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg den Druck mit Streik und Demo. Bild: ver.di

Verdi erhöht Druck im Tarifstreit: Streik und Demo im Einzelhandel

 

Der Tarifstreit im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg dauert nun schon über ein Jahr. Am Montag rief die Gewerkschaft Verdi erneut zum Streik auf, um den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am Mittwoch zu erhöhen. Filialen von Rewe, Edeka, Ikea, H&M, Galeria Karstadt Kaufhof und Kaufland waren von den Streiks betroffen. Begleitet wurde der Streik von einer Kundgebung und Demonstration in Berlin-Schöneberg.

Verdi fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne um 2,50 Euro und einen Stopp der Reallohnverluste. Ein wesentlicher Punkt ist auch die Anpassung der Laufzeit des Tarifvertrags, die in Berlin und Brandenburg um drei Monate hinter denen anderer Bundesländer zurückliegt. Dies führt laut Verdi zu einer verspäteten Beteiligung der Beschäftigten an bundesweiten Aktivitäten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg zeigt sich optimistisch, dass der Konflikt noch diese Woche gelöst werden kann. Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen betonte, dass die Geschäfte trotz der Streiks geöffnet seien und es keine Sonderregelung für Berlin und Brandenburg geben werde.

PM/red 25.06.2024