Ein voller Erfolg – der „WasserMarsch“ Spendenlauf 2020

Das Fazit der Initiatoren – Sozialarbeiter und Mitarbeiter der Jugendförderung des Jugendamtes OSL – ist durchweg positiv: 90 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der 4. Auflage von „WasserMarsch“ und sorgten damit für einen neuen Teilnehmerrekord. Am 28. und 29. August liefen sie gemeinsam in 15 Teams mit Sozialarbeitern aus OSL und Umgebung über 6 bzw. 24 Stunden insgesamt 3.191 Kilometer und sammelten damit beachtliche 5.200 Euro an Spenden. Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren ein neuer Spendenrekord, der Kindern in der Republik Tschad, einem der ärmsten Länder der Welt, beim Aufbau einer Schule zugutekommt.

Der 24-Stunden-Lauf startete am Freitag, 28. August auf dem Marktplatz in Großräschen, der 6-Stunden-Lauf am darauffolgenden Samstag in Schipkau. „Die Kinder und Jugendlichen liefen im Durchschnitt zwischen 20 und 45 Kilometer“, so Steffen Lachmann von der Jugendförderung des Landkreises OSL. Beim Zieleinlauf am IBA-Studierhaus in Großräschen wurden die Läuferinnen und Läufer bereits von Simon und Deborah Hocker aus Lauchhammer erwartet, Partner für den Aufbau der Schule im Tschad und Spendenverwalter. Das Ehepaar lebt und arbeitet seit mehreren Jahren im Tschad und berichtete in Großräschen zum bisher Erreichten und den Vorhaben für das kommende Jahr. Das Spendengeld aus „WasserMarsch“ wird für den Aufbau der Schule in dem Dorf Saar-Goyen in der Republik Tschad, etwa 100 Kilometer östlich von Moundou, verwendet. In der Region, in der das Dorf liegt, gibt es kein funktionierendes staatliches Schulwesen. Die Mädchen müssen weit laufen, um Wasser für ihre Familien zu beschaffen. In dem Dorf Saar-Goyen sind das in der Trockenzeit bis zu 20 Kilometer am Tag. Von dem Spendenerlös soll ein weiterer Klassenraum für die Kinder im Dorf entstehen. Dringend benötigte Unterrichts- und Schulmaterialien können gekauft und Lehrer geschult werden.

Die Republik Tschad

Die Republik Tschad ist ein Binnenstaat in Zentralafrika.Sie ist das fünftgrößte Land in Afrika und etwa 3,5 Mal so groß wie Deutschland. Das Land gilt als eines der ärmsten der Welt. Die Lebenserwartung der etwa 12,1 Millionen Einwohner liegt bei etwas über 50 Jahren. Die Alphabetisierungsrate beträgt 22,3 Prozent. Auf 1000 Einwohner kommen 0,04 Ärzte, die Kindersterblichkeitsrate beträgt 8,54 %. Über 80 % der Einwohner haben weniger als 2 Dollar pro Tag zur Verfügung. Nur 51% der Einwohner haben einen Zugang zu Trinkwasser. Die durchschnittliche Schulzeit beträgt 2,3 Jahre.

PM