Blutreserven werden knapp: DRK ruft in der Lausitz zum Spenden auf

Die Blutreserven des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost sind nach dessen Angaben deutlich zurückgegangen. Am 27. Oktober meldet der Dienst eine Reichweite von deutlich unter drei Tagen; für eine verlässliche Versorgung werde ein Bestand für vier bis fünf Tage benötigt. Der Aufruf richtet sich auch an gesunde Menschen in OSL und der übrigen Lausitz, einen Spendetermin zu vereinbaren.

Als Gründe nennt der Blutspendedienst die erste größere Erkältungswelle und die noch laufenden Herbstferien. In solchen Phasen kommen erfahrungsgemäß weniger Menschen zum Spenden. Der Bedarf der Krankenhäuser und Arztpraxen bleibt nach Angaben des DRK jedoch hoch. Der derzeitige Lagerbestand ist eine Momentaufnahme und keine Vorhersage, dass die Versorgung an einem bestimmten Tag ausfällt.

Blutpräparate werden unter anderem bei Operationen, nach schweren Unfällen, bei komplizierten Geburten und in der Behandlung schwerer Erkrankungen benötigt. Gerade weil die Präparate nur begrenzt haltbar sind, reicht eine einzelne große Spendenaktion nicht dauerhaft aus. Der Blutspendedienst wirbt deshalb für regelmäßige Termine über die kommenden Tage und Wochen hinweg.

So lässt sich ein Termin in der Region finden

Wer in Senftenberg, Lauchhammer, Großräschen, Calau oder einem anderen Ort der Region spenden möchte, kann in der Terminsuche des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost nach Ort beziehungsweise Postleitzahl, Umkreis, Landkreis und Zeitraum suchen. Dort lässt sich auch eine persönliche Spendezeit reservieren. Das DRK bittet darum, vorab einen festen Termin zu buchen. Auskünfte gibt die kostenfreie Telefonnummer 0800 11 949 11.

Zur Anmeldung ist der Personalausweis mitzubringen. Vor der Spende gehören ein medizinischer Fragebogen, ein ärztliches Gespräch und eine kleine Laborkontrolle zum Ablauf. Die Eignung wird jeweils vor Ort für den konkreten Tag geprüft. Der Aufruf richtet sich an gesunde Menschen ab 18 Jahren; die individuelle Entscheidung trifft das medizinische Team.

Für den gesamten Besuch nennt das DRK etwa 45 Minuten. Die eigentliche Abnahme von ungefähr 500 Millilitern Vollblut dauert nach seinen Angaben acht bis zwölf Minuten. Anschließend sind eine Ruhepause und ein Imbiss vorgesehen. Zwischen zwei Vollblutspenden müssen mindestens 56 Tage liegen. Innerhalb von zwölf Monaten dürfen Frauen bis zu viermal und Männer bis zu sechsmal Vollblut spenden.

Sonderaktion in Cottbus am 30. Oktober

Eine zusätzliche Gelegenheit bietet das Institut für Transfusionsmedizin in der Thiemstraße 105 in Cottbus: Am Freitag, 30. Oktober, ist dort von 7 bis 21 Uhr eine Halloween-Blutspendeaktion angekündigt. Nach Veranstalterangaben können an diesem Tag Blut oder Plasma gespendet werden. Die Aktion verbindet den Spendetermin mit thematischer Dekoration und einem entsprechend kostümierten Team.

Auch Spendende können im Kostüm kommen. Ein Halloween-Buffet ist angekündigt; ab 15 Uhr soll es eine Kinderbetreuung geben. Für die Teilnahme bittet der Blutspendedienst ausdrücklich um eine vorherige Terminreservierung beim Cottbuser Institut.

Wer die Sonderaktion nicht besuchen kann, muss nicht bis zum nächsten Motto-Termin warten: Entscheidend für die Versorgung sind nach Angaben des DRK kontinuierliche Spenden an den regulären Terminen. Über die regionale Terminsuche lassen sich dafür passende Angebote in Wohnortnähe auswählen.

Red/PM