BMEL stockt Mittel zur Rettung von Wildtieren mittels Drohnen auf über 2,5 Millionen Euro auf. Bild: seenluft24

BMEL Erhöht Fördermittel für Wildtierrettung per Drohne

 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat sein Förderprogramm zur Rettung von Wildtieren mittels Drohnentechnik um eine Million Euro aufgestockt. Damit stehen nun insgesamt über 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, um Rehkitze und andere Wildtiere vor Verletzungen und Tod durch Mähwerke zu schützen. Grund für diese Erhöhung ist das anhaltend hohe Interesse an der Maßnahme: Bis zur Antragsfrist am 14. Juni 2024 gingen über 640 Förderanträge ein.

In den letzten drei Jahren hat das BMEL bereits 1963 Drohnen mit bis zu 4000 Euro pro Drohne gefördert. Bundesminister Cem Özdemir betont die Wichtigkeit des Programms und dankt den Ehrenamtlichen sowie Jäger- und Hegegemeinschaften für ihren Einsatz. Özdemir hofft auf eine Fortsetzung des Programms im nächsten Haushaltsjahr.

Rehkitze, Junghasen und andere Tiere suchen besonders im Frühjahr Schutz im hohen Gras. Beim Mähen sind diese Tiere stark gefährdet, da sie sich aufgrund ihres Drückinstinkts flach auf den Boden legen und dadurch schwer zu erkennen sind. Drohnen mit Wärmebildtechnik bieten hier eine effektive und zeitsparende Lösung, da sie die Tiere aus der Luft aufspüren können.

Diese moderne Methode stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber bisherigen Verfahren wie Vergrämung und Begehung dar. Die finanzielle Unterstützung des BMEL stellt sicher, dass die Rettung von Wildtieren auch weiterhin effektiv durchgeführt werden kann.

PM/red 10.07.2024