Bürger und Feuerwehrkameraden gedenken in Lauchhammer dem ermordeten Polizisten und verstorbenen Feuerwehrmann. Bild: Mirko Sattler;

Mahnwache für ermordeten Polizisten und verunglückten Feuerwehrmann in Lauchhammer

 

Am Samstagvormittag versammelten sich Bürger und Feuerwehrkameraden in Lauchhammer zu einer Mahnwache, um dem ermordeten Polizisten und dem beim Hochwasser in Bayern verstorbenen Feuerwehrmann zu gedenken. Die Veranstaltung, die von 10 Uhr bis 11 Uhr vor dem örtlichen Polizeirevier stattfand, sollte ein Zeichen der Anerkennung und Solidarität setzen.

Florian Marvin Dreesen, der 22-jährige Organisator und ehemaliger Mitinitiator der Autokorsos in Schwarzheide, betonte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei bei vergangenen Veranstaltungen: „Wir wollen unseren Ausdruck zeigen, dass wir von der Polizei bei unseren Veranstaltungen top begleitet wurden und daher nie Probleme mit ihr hatten. Ich finde es schade, dass nur so wenige Leute gekommen sind. Die Polizisten sind in dem Sinne keine schlechten Menschen und hinter dem jungen Mann stand auch ein Familienvater. Deshalb gedenken wir heute hier dem Polizisten als auch dem Feuerwehrmann.“

Laut Polizeirevierleiterin Aina Gutschmidt war die Mahnwache mit 50 Personen angemeldet. Aufgrund des Kommens und Gehens der Teilnehmer konnte die genaue Zahl nicht ermittelt werden. Gutschmidt äußerte sich bewegt über die Anteilnahme aus der Bevölkerung: „Es ist schon berührend, wie die Anteilnahme aus der Bevölkerung für die Polizei und Rettungskräfte allgemein ist. Das macht auch irgendwo stolz, ist aber auch sehr ergreifend.“

Allerdings äußerten einige Teilnehmer Kritik an der Abwesenheit von Bürgermeistern und Stadtverordneten bei der Mahnwache. Dies führte zu Enttäuschung unter den Anwesenden, die sich mehr Unterstützung von der lokalen Politik erhofft hatten.

PM/red 10.06.2024