Kriminaltechniker bei der Spurensicherung in Calau am 4. November 2026. Foto: Luca Woitow / brandenburg.media

Totes Neugeborenes in Calau: Mutter unter Totschlagsverdacht

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen in einer Obdachlosenunterkunft in Calau ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus gegen die 39-jährige Mutter wegen des Verdachts des Totschlags. Die Frau befindet sich in Untersuchungshaft. Das Kind war am Sonntag, 1. November, in der Unterkunft gefunden worden.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch, 4. November, dass die Frau das Kind kurz zuvor zur Welt gebracht haben soll. Sie steht im Verdacht, das Neugeborene anschließend getötet zu haben.

Amtsgericht erließ Haftbefehl

Die Beschuldigte wurde dem Bericht zufolge noch am Sonntag festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Cottbus einen Haftbefehl. Die Frau ist inzwischen in der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben untergebracht.

Spurensicherung am Mittwoch vor Ort

Am Mittwoch waren Kriminaltechniker an der Unterkunft im Einsatz. Nach Beobachtungen von brandenburg.media untersuchten sie Nebengebäude und dokumentierten den Hof fotografisch. Auch Mülltonnen wurden in die Spurensicherung einbezogen.

Zu einem möglichen Motiv und dem genauen Ablauf äußerte sich die Staatsanwaltschaft gegenüber der Agentur wegen der laufenden Ermittlungen nicht. Für die Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung.

Red/Agentur · Quelle: brandenburg.media vom 4. November 2026, mit Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus.
Bild: Kriminaltechniker bei der Spurensicherung in Calau am 4. November 2026. Foto: Luca Woitow / brandenburg.media

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