Bild: seenluft24 – KI-generiertes Symbolbild

„Krasse Storys“ aus der Lausitz für Lokaljournalismus-Preis nominiert

Das Jugend-Medienprojekt „Krasse Storys – Jugendliche erzählen den Wandel der Lausitz“ ist für den Lokaljournalismus-Preis 2026 nominiert. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat die Auswahl am 30. Oktober bekanntgegeben. Das Brandenburgische Fernsehnetz e. V. (BFN) hat das Projekt für den Preis vorgeschlagen. Es tritt in der Kategorie Lokal_Wandel für Brandenburg an.

Im Mittelpunkt stehen junge Menschen, die die Veränderungen ihrer Heimatregion selbst medial dokumentieren. Es geht um ihre Geschichten und Perspektiven auf den Strukturwandel. Die Projektbeschreibung der Wirtschaftsregion Lausitz verbindet damit zwei Ziele: Jugendliche sollen sich aktiv mit dem Wandel auseinandersetzen und ihre Sicht darauf einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Eigene Geschichten statt einer Außenperspektive

Hinter dem Format steht das 2025 geförderte Vorhaben „Lausitz im Wandel – Jugendliche dokumentieren den Strukturwandel“. In der Projektvorstellung des BFN waren Coachings zu Videojournalismus, Drehbuch, Kameraführung und Schnitt vorgesehen. Die Jugendlichen sollten damit die Möglichkeit erhalten, ihre Perspektiven in einer mehrteiligen Serie umzusetzen. Zum Konzept gehörten Veröffentlichungen auf Instagram und TikTok sowie die Ausstrahlung über die Mitgliedssender des BFN.

Der Ansatz verbindet Medienbildung mit der Auseinandersetzung über die Zukunft der Lausitz. Junge Menschen werden dabei selbst zu Erzählern. Die technische Begleitung und die Arbeit an der filmischen Gestaltung sollen ihnen helfen, ihre Sicht verständlich zu vermitteln. Die Projektvorstellung nennt außerdem das Ziel, junge Talente für die Medienproduktion und mögliche Ausbildungswege in diesem Bereich zu interessieren.

Die Förderung erfolgte über den Teilhabefonds Brandenburg. Die Wirtschaftsregion Lausitz führt das Vorhaben in der Liste der prämierten Projekte des zweiten Aufrufs unter der Kategorie Kinder und Jugendliche. Projektinitiator ist dort der BFN. Die Nominierung für den Journalismuspreis ist ein weiterer, davon getrennter Schritt: Über die Auszeichnung entscheidet das Preisverfahren der mabb.

Entscheidung fällt am 19. November

Der Preis „Stadt_Land im Fluss“ wurde 2025 ins Leben gerufen. Gestiftet wird er von der Senatskanzlei Berlin und der Staatskanzlei Brandenburg. Er soll lokaljournalistische Angebote sichtbar machen, die Menschen vor Ort informieren, Begegnung ermöglichen oder Veränderungen journalistisch begleiten.

Ausgezeichnet wird in drei Kategorien. Lokal_Pioniere richtet sich an neue lokale Angebote, die Informationslücken schließen. Lokal_Wandel nimmt Formate in den Blick, die kreative und zukunftsweisende Ideen und Lösungen im städtischen oder ländlichen Umfeld aufgreifen. Lokal_Innovation würdigt technische beziehungsweise redaktionelle Neuerungen mit klarem lokalem Bezug. Pro Kategorie ist jeweils eine Auszeichnung für Berlin und eine für Brandenburg vorgesehen. Jede ist mit 5.000 Euro dotiert.

Für die Brandenburger Kategorie Lokal_Wandel sind neben „Krasse Storys“ auch Angebote von Meetingpoint und der taz nominiert. Die Preisträger werden nach der Ankündigung der mabb bei der Verleihung am 19. November 2026 bekanntgegeben. Mit der veröffentlichten Auswahl steht die Nominierung fest; eine Preisentscheidung ist damit noch nicht verbunden.

Red
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