Montagearbeiten am Höhenwindturm: Archivaufnahme aus dem seenluft24-Beitrag zur Bauetappe im Mai 2026. Bild: seenluft24.

Höhenwindturm in Schipkau: Einweihung am 19. November – die ganze Geschichte in Bildern 🎞️

Wir haben den GICON-Höhenwindturm in Schipkau seit Baubeginn mit der Kamera begleitet: vom Wachsen der Stahlkonstruktion bis zu den letzten Metern auf Rekordhöhe. Jetzt steht der nächste große Termin fest: Am 19. November 2026 soll die Anlage feierlich eingeweiht werden. Mit unseren Filmen blicken wir auf die Etappen zurück, die aus einer Baustelle ein neues Wahrzeichen der Lausitz gemacht haben.

29.09.2026 – Weltrekordgemeinde Schipkau – Höhenwindturm als neues Wahrzeichen

Wer unsere Berichte verfolgt hat, konnte über Monate miterleben, wie dieses ungewöhnliche Bauwerk Gestalt annahm. Immer wieder führte uns die Berichterstattung zur Baustelle bei Klettwitz. Mit jeder neuen Bauphase veränderte sich der Blick auf das Projekt: Erst wuchs die Tragkonstruktion, dann kamen die Bauteile der Windenergieanlage hinzu, schließlich erreichte das Windrad seine volle Höhe. Der Film vom 29. September am Anfang dieses Artikels steht am vorläufigen Ende dieser Baugeschichte.

Die Einweihung am 19. November gibt nun Anlass, den gesamten Weg noch einmal zusammenzuführen. Für November ist auch die offizielle Inbetriebnahme angekündigt. Der genaue Zeitpunkt der ersten Stromeinspeisung ins Netz steht damit allerdings noch nicht fest. Bis aus der Pilotanlage ein laufendes Kraftwerk wird, bleibt also auch für unsere Berichterstattung ein weiterer Schritt zu begleiten.

Vom Grundstein zur Rekordhöhe: die Baugeschichte in unseren Filmen

September 2024: Aus dem Vorhaben wird eine Baustelle. Am 19. September 2024 wurde in Klettwitz der Grundstein gelegt. Auf einer ehemaligen Bergbaufläche sollte eine Anlage entstehen, deren Rotor weit über der Höhe herkömmlicher Windräder arbeitet. Vorausgegangen waren Windmessungen in großer Höhe. GICON errichtete die Pilotanlage im Auftrag der beventum GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND. Der damalige Zeitplan sah noch einen Betriebsbeginn im Jahr 2025 vor.

Juli 2025: Der Höhenwindturm wächst nach oben. In unserem Archiv führt der Weg unter anderem zum NewsSpot vom 16. Juli 2025. Er gehört zu unseren Berichten aus der frühen Montagephase. Mit dem Beginn der Hochbauarbeiten wurde aus dem Projekt auf der ehemaligen Bergbaufläche zunehmend ein weithin sichtbares Bauwerk. Für unseren heutigen Rückblick ist dieser Film ein Blick zurück auf eine Etappe, als bis zur endgültigen Höhe noch ein langer Weg vor den Beteiligten lag.

16.07.2025 – NewsSpot: Montage des höchste Windrad der Welt

Herbst 2025 bis Frühjahr 2026: Der Bau kommt nicht ohne Unterbrechung voran. Zur Geschichte gehören auch die Verzögerungen. Im Herbst 2025 mussten gelieferte Stahlkomponenten überprüft und betroffene Teile ausgetauscht werden. GICON begründete dies mit Abweichungen bei Bauteilen eines Subunternehmens. Nach den Qualitätsprüfungen wurden die Hochbauarbeiten am 2. März 2026 wieder aufgenommen. Der ursprünglich für 2025 vorgesehene Betriebsbeginn ließ sich nicht halten.

Mai 2026: Eine neue Etappe vor unserer Kamera. Mit dem Hub eines weiteren Außenturmsegments am 13. Mai erreichte die Konstruktion 85,7 Meter. Diese Bauphase gehört auch zu unserer filmischen Begleitung: Der am 22. Mai veröffentlichte Landwärts-Beitrag ist eine der Stationen in unserem Archiv. Das Titelbild dieses Rückblicks stammt ebenfalls aus unserem eigenen Filmmaterial der Mai-Bauphase. Schon am 28. Mai folgte der nächste große Schritt: Mit dem dritten Außenturmsegment wuchs der Turm auf 115 Meter.

22.05.2026 – Nächster Meilenstein beim GICON-Höhenwindturm erreicht | Landwärts

Juli 2026: Montage in mehr als 160 Metern Höhe. Unser Beitrag vom 14. Juli führt die Baugeschichte weiter nach oben. Zwei Tage später war der Stahlrohbau mit rund 167 Metern abgeschlossen. So hoch die Konstruktion damit bereits war: Die spätere Höhe der Rotorachse war noch lange nicht erreicht. Zunächst musste der Aufbau vorbereitet werden, der die eigentliche Windenergieanlage weiter nach oben bringen sollte.

14.07.2026 – GICON Höhenwindturm – Montage in 160 Metern Höhe

September 2026: Gondel, Generator und Nabe kommen hinzu. Diese entscheidende Montagephase haben wir im am 11. September veröffentlichten Beitrag aufgegriffen. Nach den Berichten über den wachsenden Turm rückten nun die Komponenten in den Mittelpunkt, mit denen später Strom erzeugt werden soll. Auch hier zeigt sich die Besonderheit des Projekts: Die Turbine wird zunächst in geringerer Höhe montiert und anschließend mit dem inneren Turm angehoben.

11.09.2026 – GICON Höhenwindturm kommt in die finale Phase – Gondel, Generator & Nabe wurden gehoben

28. September 2026: Die Rekordhöhe ist erreicht. Mit dem Ausfahren und Fixieren des Innenturms gelang der letzte Hub auf die endgültige Höhe. Seitdem liegt die Rotorachse auf 300 Metern; bis zur obersten Blattspitze sind es 365 Meter. Unser am folgenden Tag veröffentlichter Film über die „Weltrekordgemeinde Schipkau“ greift diesen neuen Blick auf den Ort auf. Aus den einzelnen Bauetappen unserer Berichterstattung war damit ein Bauwerk geworden, das die Silhouette der Gemeinde verändert.

Was die Pilotanlage für die Windenergie erproben soll

Für uns als regionales Fernsehen ist der Turm nicht nur eine außergewöhnliche Baustelle vor der Haustür. Er steht auch für die Frage, welche Rolle die Lausitz bei der Entwicklung neuer Energietechnik spielen kann. Dass das Vorhaben auf einer ehemaligen Bergbaufläche entsteht, verbindet die industrielle Geschichte der Region mit dem Versuch, Windenergie in einer weiteren Höhe zu erschließen.

Technisch setzt die Anlage auf einen äußeren Stahlgitterturm und einen darin beweglichen Innenturm. Ein Litzenhubsystem hebt den inneren Teil samt montierter Windenergieanlage an. Das Prinzip ermöglicht Arbeiten zunächst in geringerer Höhe und verringert die Abhängigkeit von Großkränen, deren Reichweite begrenzt ist. Die 300 Meter Nabenhöhe bezeichnen dabei die Höhe der Rotorachse; die 365 Meter Gesamthöhe schließen das nach oben gerichtete Rotorblatt ein.

Die Pilotanlage hat eine Nennleistung von 3,8 Megawatt. Entscheidend für ihren späteren Nutzen ist jedoch auch, wie viel Strom sie über längere Zeit tatsächlich erzeugt. In größerer Höhe sind die Winde stärker und gleichmäßiger. GICON erwartet deshalb höhere Erträge als bei vergleichbaren niedrigeren Anlagen. Wie sich dieses Potenzial im Betrieb bewährt, muss die Praxis zeigen.

GICON und SPRIND wollen die Erfahrungen aus Schipkau für die Weiterentwicklung und eine mögliche Serienfertigung nutzen. Perspektivisch sollen Höhenwindtürme bestehende Windparks um eine zweite, höhere Ebene ergänzen. Das ist ein Entwicklungsziel; weitere Anlagen benötigen jeweils eigene Planungen und Genehmigungen. Auch der Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2027 in der Kategorie Produkte gehört inzwischen zur Projektgeschichte. Die Preisverleihung ist für den 3. Dezember 2026 in Düsseldorf angekündigt.

Zunächst aber richtet sich der Blick auf den 19. November in Schipkau. Nach den vielen Bauetappen, die wir begleitet haben, ist die geplante Einweihung ein neuer Einschnitt in dieser Geschichte. Unsere Archivfilme machen den Weg dorthin noch einmal nachvollziehbar – und zeigen, wie viel zwischen Grundsteinlegung und Rekordhöhe liegt.

Red/PM
Bild: seenluft24 (Archiv, Bauphase Mai 2026; Standbild aus eigenem Film)

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