Das Kinderhaus Pusteblume in Burg vereint Kinder- und Jugendhospiz und Intensivpflege-Wohngruppe. Bild: JUH Südbrandenburg

Kinderhaus Pusteblume in Burg: Einblicke in Hospizarbeit und Hilfe für Familien

Das Kinderhaus Pusteblume in Burg im Spreewald öffnet am Sonntag, 8. November, von 14 bis 18 Uhr seine Türen für Besucher. Der Termin ermöglicht Einblicke in ein Kinder- und Jugendhospiz und eine Intensivpflege-Wohngruppe, deren Räume sonst vor allem den betreuten Kindern und ihren Familien vorbehalten sind. Am 28. November folgt ein Mitmachtag im Garten.

Die Johanniter möchten mit beiden Angeboten Begegnungen ermöglichen und die Arbeit des Hauses verständlich machen. Der Tag der offenen Tür liegt nach Angaben des Trägers bewusst zwischen der Abreise und Ankunft von Gastfamilien. So kann das Team die Einrichtung vorstellen, ohne laufende Familienaufenthalte zu stören.

Für Interessierte aus der Lausitz ist der Besuch damit auch eine Gelegenheit, ein regionales Unterstützungsangebot für schwerkranke Kinder und ihre Angehörigen näher kennenzulernen. Das Kinderhaus befindet sich in der Zweiten Kolonie 74 in 03096 Burg (Spreewald).

Was das Kinderhaus für Familien leistet

Die im Mai 2020 eröffnete Einrichtung verbindet zwei Bereiche unter einem Dach. Im stationären Kinder- und Jugendhospiz werden lebensverkürzend erkrankte junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren begleitet. In der Intensivpflege-Wohngruppe richtet sich das Angebot an schwerstkranke Kinder und Jugendliche mit hohem Pflegebedarf bis 18 Jahre.

Im Hospizbereich finden bis zu zwölf Familien einen geschützten Rahmen, um gemeinsam Zeit zu verbringen und Kraft zu sammeln. Während des Aufenthalts übernehmen spezialisierte Fachkräfte rund um die Uhr die Versorgung der erkrankten Kinder. Hinzu kommen medizinische, palliativpflegerische und psychosoziale Unterstützung.

Nach Darstellung der Johanniter stehen dabei gemeinsame Erlebnisse, Lebensfreude und Entlastung im Alltag im Mittelpunkt. Auch Angehörige und Geschwister gehören zum Blick auf die Familie. Das stationäre Haus ergänzt bestehende ambulante Hilfen der Südbrandenburger Johanniter, darunter Kinderhospizbegleitung und Kinderkrankenpflege.

Am Tag der offenen Tür sollen Besucher neben Kinder- und Familienzimmern auch Gemeinschaftsbereiche kennenlernen können. Eine Stempel-Rallye führt durch Therapieräume, den Snoezelraum und die Kinderkreativwerkstatt. In Gesprächen mit dem Team lässt sich erfahren, wie die unterschiedlichen Angebote im Alltag zusammenwirken.

Auch der Raum der Stille wird zugänglich sein. Er dient sonst als Rückzugsort für Gäste, Angehörige und Mitarbeitende. Wer möchte, kann dort mehr über Rituale erfahren, mit denen im Haus Abschiede gestaltet werden und die betroffenen Familien Halt finden. Der Besuch bietet damit sowohl praktische Einblicke in die Versorgung als auch Raum für die persönlichen Seiten der Begleitung.

Besuch am 8. November, gemeinsam anpacken am 28. November

Für den 8. November sind kreative Mitmachaktionen und weitere Programmpunkte angekündigt. Ein Imbissangebot ist nach Angaben des Veranstalters kostenfrei. Als Ehrengast wird unter anderem der Radsportler und Kinderhaus-Botschafter Maximilian Levy erwartet.

Wer die Einrichtung praktisch unterstützen möchte, kann am Samstag, 28. November, ab 10 Uhr beim Mitmachtag mithelfen. Bei der Herbstputzaktion soll das weitläufige Außengelände winterfest gemacht werden. Für Kinder sind Bastelangebote und Plätzchenbacken vorgesehen.

Zum Abschluss sind gemeinsames Kaffeetrinken und das Schmücken des Weihnachtsbaums im Kinderhaus geplant. Die beiden Termine bieten unterschiedliche Möglichkeiten der Begegnung: beim ersten Besuch die Räume und Arbeitsweise kennenlernen, beim zweiten gemeinsam mit dem Team Aufgaben auf dem Gelände übernehmen.

Red/PM
Bild: © JUH Südbrandenburg

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