Bahnhofstraße Senftenberg fertig: Öffnung für den Verkehr am 30. Oktober
Die Erneuerung der nördlichen Bahnhofstraße in Senftenberg ist abgeschlossen. Am 29. Oktober wurde der zweite Bauabschnitt symbolisch freigegeben. Für den öffentlichen Verkehr soll die Straße am Freitag, 30. Oktober, nach dem Rückbau der Beschilderung wieder nutzbar sein.
Die Unterscheidung ist für Autofahrer und Anwohner wichtig: Der symbolische Termin markiert den Abschluss des Bauprojekts. Die vom Landkreis angekündigte Öffnung für die Öffentlichkeit folgt einen Tag später. An der symbolischen Freigabe beteiligten sich nach Angaben des Infrastrukturministeriums Staatssekretär Volker-Gerd Westphal sowie Vertreter des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Senftenberg.
Das Gemeinschaftsprojekt von Landkreis und Stadt betrifft einen rund 200 Meter langen Abschnitt der Kreisstraße K 6612. Die Verbindung führt von den Bundesstraßen B 96 und B 169 östlich von Senftenberg zur Landesstraße L 55 bei Meuro. Im Bahnhofsumfeld schließt der erneuerte Abschnitt die Lücke zwischen der bereits ausgebauten Calauer Straße und der erneuerten Eisenbahnüberführung.
Neue Fahrbahn, getrennte Wege und bessere Orientierung
Im zweiten Bauabschnitt wurde die Fahrbahn grundhaft erneuert. Auf beiden Seiten kamen asphaltierte Radwege und gepflasterte Gehwege hinzu. Damit wurden die Bereiche für den Rad- und Fußverkehr baulich neu geordnet. Landrat Alexander Erbert hebt insbesondere die getrennten Wege als Beitrag zur Verkehrssicherheit hervor.
Zur Maßnahme gehörten außerdem neue Regenwasserkanäle und eine erneuerte Ampelanlage. Die Entwässerung ist an dieser Stelle besonders relevant, weil die Straße unter der Bahnbrücke tiefer liegt. Bürgermeister Andreas Pfeiffer verweist auf frühere Wasseransammlungen an diesem Tiefpunkt. Mit den neuen Kanälen soll die Situation verbessert werden.
Die abgesenkte Fahrbahn im Anschluss an die Eisenbahnbrücke stellt nach Angaben des Ministeriums die erforderliche Durchfahrtshöhe sicher. An Einmündungen und Querungsstellen wurden zudem tastbare Bodenindikatoren eingebaut. Sie unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen dabei, sich im Straßenraum zu orientieren.
Für Pendler und andere Bahnreisende ist die Bahnhofstraße Teil des Weges zum Bahnhof. Die Verantwortlichen verbinden den Ausbau deshalb auch mit dem Ziel, den Wechsel zwischen Straße und Schiene zu erleichtern. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto: Entscheidend ist dabei eine durchgängige Erreichbarkeit des Bahnhofsumfelds.
Rund 1,14 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt
Die Gesamtkosten dieses Bauabschnitts lagen laut Infrastrukturministerium bei rund 1,14 Millionen Euro. Das Land Brandenburg unterstützte ihn mit rund 854.000 Euro. Die Förderung erfolgte nach der Richtlinie zum kommunalen Straßenbau und deckte 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben ab.
Die Bahnhofstraße ist Teil mehrerer zusammenhängender Infrastrukturmaßnahmen. Bereits 2016 und 2017 war der erste Abschnitt der Calauer Straße ausgebaut worden. Hinzu kam die Erneuerung der Eisenbahnüberführung. Für diese drei Vorhaben zusammen nennt das Ministerium Landesfördermittel von rund 4,23 Millionen Euro: etwa 395.000 Euro für die Calauer Straße, rund 2,98 Millionen Euro für die Brücke und rund 854.000 Euro für den nun fertiggestellten Straßenabschnitt.
Auch am weiteren Bahnhofsumfeld wird geplant. Nach Angaben von Bürgermeister Pfeiffer hat die Stadt bereits Planungsleistungen für das Bahnhofsquartier vergeben. Das ist ein weiteres Vorhaben; mit dem Abschluss des Straßenbaus ist die Neugestaltung des gesamten Quartiers noch nicht abgeschlossen.
Red/PM
Bild: seenluft24 (Archiv; Stadtansicht, keine Aufnahme des aktuellen Straßenausbaus)
