Kuthteich und Wehlenteich in Lauchhammer, Archivaufnahme vom 30. April 2026. Bild: LMBV / Steffen Rasche, © RASCHE FOTOGRAFIE (Archivaufnahme vom 30. April 2026)

Kuthteich in Lauchhammer: Umfeldgestaltung soll im November starten

Am Kuthteich in Lauchhammer soll im November die Umfeldgestaltung beginnen. Die LMBV kündigt dafür einen Spatenstich am Donnerstag, 19. November 2026, um 10 Uhr an. Vorgesehen sind ein Fuß- und Radweg, ein Spielplatz mit Bergbaubezug, Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und ein Parkplatz.

Das Vorhaben betrifft die „Grüne Mitte“ der Stadt und soll das Umfeld des rund 13 Hektar großen Gewässers für die Freizeitnutzung weiterentwickeln. Es folgt auf die bergtechnische Sanierung des früheren Tagebaurestlochs 38. Der angekündigte Spatenstich markiert den vorgesehenen Baubeginn; eine Eröffnung der neuen Anlagen ist damit noch nicht verbunden.

Wege, Spielplatz und Naturbeobachtung

Die Stadt hatte die Planungen bereits im August vorgestellt. Danach soll der Fuß- und Radweg parallel zur Ortrander Straße und zum Stadtring Mitte verlaufen und in den Mittelweg münden. So werden die geplanten Freizeitbereiche in das örtliche Wegenetz eingebunden.

Für den Spielplatz sind ein Balancier- und Hangelparcours zum Thema Bergbau vorgesehen. Kinder und Jugendliche konnten bei Gestaltung und Geräteauswahl im Rahmen der städtischen Beteiligung mitbestimmen. Der Bezug zum Bergbau greift die Geschichte des Standorts auf, während die Geräte neue Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten schaffen sollen.

Zur Naturbeobachtung sah der im August vorgestellte Plan neben einem Turm auch eine Beobachtungswand vor. Ein Parkplatz ist in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes geplant. Die aktuelle LMBV-Ankündigung bestätigt die grundlegenden Bausteine mit Weg, Bergbauspielplatz, Beobachtungsturm und Parkplatz.

Noch im August hatte die Stadt eine mögliche Realisierung nach erfolgter Ausschreibung im Jahr 2027 beschrieben. Nun nennt die LMBV November 2026 als Beginn der Umfeldgestaltung. Ein verbindlicher Termin für die Fertigstellung oder Freigabe der neuen Anlagen wird in der aktuellen Einladung nicht genannt.

Erst sichern, dann neu gestalten

Die vorausgegangene Sanierung hatte eine andere Aufgabe als der nun angekündigte Ausbau: Sie sollte das Gewässerumfeld stabilisieren und trittsicher machen. Die Arbeiten begannen im Dezember 2015. Dazu gehörten die Verdichtung der Ostböschung und eine neue Profilierung des Ufers. Auf dem verdichteten Damm wurde 2019 die Ortrander Straße mit begleitendem Radweg wiederhergestellt.

Ab Oktober 2022 folgten Arbeiten zur Trittsicherheit im nordöstlichen Uferbereich. Nach damaligen Angaben der LMBV waren dort Erosionsschutzmatten und Geogitter auf 5.500 Quadratmetern vorgesehen. Oberboden und Bepflanzung sollten die technische Sicherung ergänzen. Die Stadt berichtete später vom Abschluss der Sanierung Ende 2023.

Der Kuthteich ist ein Gewässer mit industrieller Vorgeschichte. Er entstand aus dem Restloch des Tagebaus Kuth, in dem von 1918 bis 1922 Braunkohle gefördert wurde. Nach dem Ende der Entwässerung ließ ansteigendes Grundwasser den Teich entstehen. Von 1938 bis 1993 wurden dort außerdem Kohletrüben aus Brikettfabriken eingespült.

Mit der Umfeldgestaltung steht jetzt ein weiterer Schritt an: Aus dem gesicherten Bergbaufolgestandort sollen zusätzliche nutzbare Wege und Freizeitbereiche werden. Für Anwohner und Familien sind dabei vor allem die geplante Wegeführung und das neue Spielangebot von Bedeutung.

Red/PM
Bild: LMBV / Steffen Rasche, © RASCHE FOTOGRAFIE (Archivaufnahme vom 30. April 2026)

ANZEIGE
ANZEIGE