Vision: Mit der Bahn schnell und günstig von Sachsen ins Lausitzer Seenland

Mobilitätsperspektiven für die Lausitz. VVO plant auf Basis der Ergebnisse der Kohlekommission neue Angebote.

Zahlreiche Maßnahmen im Abschlussbericht der Kohlekommission beschäftigen sich mit der Verbesserung der Mobilität in der Lausitz. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), zu dessen Gebiet die westliche Lausitz mit den Städten Hoyerswerda und Kamenz gehört, sieht nun die Chance, Maßnahmen aus seinem Nahverkehrs-Zielkonzept schneller umzusetzen.

„Im Mai letzten Jahres haben wir unsere Idee einer S-Bahn Elbe-Lausitz vorgestellt, der Bundesmittel nun neuen Schub geben können“, erläutert Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Mit der Elektrifizierung der Strecken Dresden – Görlitz und Dresden – Kamenz wird die Grundlage geschaffen, zukünftig Bautzen und Kamenz mit der S-Bahn an Dresden anzubinden.“ In einem zweiten Ausbauschritt der S-Bahn ist dann die Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Kamenz, Bernsdorf und Hoyerswerda geplant.

Karte mit den geplanten Strukturmaßnahmen. Quelle: VVO

Zudem ermöglicht die geplante Erhöhung der Streckengeschwindigkeit nach Hoyerswerda über Ruhland als auch über Kamenz eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen dem nördlichen Verbundgebiet und der Landeshauptstadt. „Die Weiterentwicklung der bundeseigenen Schieneninfrastruktur ist für die gewünschte und notwendige Verbesserung der Mobilität in der Lausitz unabdingbar“, ergänzt Ehlen. „Damit schafft der Bund die Möglichkeit, dass wir die Maßnahmen des VVO-Zielkonzeptes angehen können.“ Das Gebiet des VVO umfasst neben der Landeshauptstadt Dresden die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und den westlichen Teil des Landkreises Bautzen. Der kommunale Zweckverband ist für den Schienenpersonennahverkehr verantwortlich. Darüber hinaus kooperiert er mit den kommunalen Verkehrsbetrieben und gestaltet einen einheitlichen Tarif. Im Jahr 2018 waren rund 219 Millionen Fahrgäste im VVO unterwegs.

PM VVO