Durchatmen: Auswirkungen des Dürrejahrs 2018 überstanden

In den ersten drei Januarwochen des Jahres 2019 brachten die Flüsse enorm viel Wasser aus dem Oberlauf in die Region um Senftenberg. So konnte die LMBV im Bereich des Oberen Landgrabens bis zu vier Pumpen in die Bewirtschaftung führen, die Spreewasser zum Fluten heben und weiterleiten. Bereits am 24. Dezember 2018 konnte testweise die erste Pumpe in Spreewitz in Betrieb genommen werden. Grundlage dafür ist neben dem höheren Spreewasserdargebot die Überleitung von Neißewasser, wobei zusätzlich Wasser bei Steinbach aus der Neiße entnommen und in die Spree abgegeben wird. 

Seit dem 17. Januar wurden mit Hilfe der vier LMBV-Pumpen bei Spreewitz bis zu 2,1 Kubikmeter pro Sekunde dem Restloch Sedlitz zugeführt. Dieses Wasser wird dann über die Pumpstation Bahnsdorf am Sedlitzer See und nach einer Aufbereitung in der LMBV-Wasserbehandlungsanlage Rainitza in das Restloch Meuro weitergeleitet und zum Fluten genutzt. Nach hohen Verdunstungs- und Abstromverlusten im „Dürrejahr” 2018 konnte der Wasserstand im künftigen Großräschener See damit schon wieder auf ein Niveau von 98,90 m NHN geführt werden.

Wie Doris Mischke von der Flutungszentrale Lausitz (FZL) in diesem Zusammenhang betonte, ist der „nasse Januar 2019“ bisher überdurchschnittlich gut hinsichtlich der möglichen Wasserentnahmen für die Bergbaufolgeseen. So konnten in der Lausitz bisher schon rund 12,8 Millionen Kubikmeter in die Bergbaufolgeseen und Speicher geführt werden – mehr als in den Vorjahren. Rückblickend war das Jahr 2018 für die FZL angesichts des Niederschlagdefizits ein außergewöhnliches Jahr, in dem nur rund 58 Millionen Kubikmeter zur Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen und bergbaulichen Speicher zur Verfügung standen und gleichzeitig ein Jahr, welches das bisher geringste Flutungsvolumen seit Aufbau der FZL darstellt.

Ähnlich geringe Werte wurden zuletzt 2014 mit 68 Millionen Kubikmetern und 2015 mit 65 Millionen Kubikmetern verzeichnet. Empfänger des Flutungswassers waren 2018 schwerpunktmäßig der Großräschener See mit rund 15,7 Millionen Kubikmetern, der Speicher Bärwalde (Bärwalder See) mit 13,7 Millionen Kubikmetern und der Speicher Lohsa II mit 10,6 Millionen Kubikmetern, gefolgt vom Restloch Skado (Partwitzer See) mit 9,9 Millionen Kubikmetern. Zeitlich versetzt wurden insgesamt aber auch mehr als 62 Millionen Kubikmeter aus den Lausitzer LMBV-Restlöchern und -Speichern zur Niedrigwasseraufhöhung der Spree und Schwarzen Elster abgegeben. Das dabei entstandene Defizit wird nun im Frühjahr schrittweise wieder aufgefüllt.

Quelle: Niederlausitz aktuell